Schlafapnoediagnostik (Polygraphie, Polysomnographie,CPAP-Therapie)
Die Schlafapnoe-Diagnostik dient dazu, nächtliche Atemstörungen während des Schlafs zu erkennen. Die häufigste Form ist die obstruktive Schlafapnoe, bei der die oberen Atemwege im Schlaf immer wieder zusammenfallen.
Dadurch kommt es zu:
- Atempausen (Apnoen)
- flacher Atmung (Hypopnoen)
- Sauerstoffabfällen
- Stressreaktionen des Körpers
- und häufig zu einer schlechten Schlafqualität.
Warum ist Schlafapnoe medizinisch wichtig?
Unbehandelte Schlafapnoe erhöht das Risiko für:
- Bluthochdruck
- Herzrhythmusstörungen (z. B. Vorhofflimmern)
- Herzinfarkt
- Schlaganfall
- Herzschwäche
- Tagesmüdigkeit und Sekundenschlaf
- Konzentrationsstörungen und Depressionen
Gerade in der Kardiologie spielt Schlafapnoe eine große Rolle, weil sie Herz-Kreislauf-Erkrankungen verschlechtern kann.
Was ist eine Polygraphie?
Die Polygraphie ist eine vereinfachte ambulante Schlafuntersuchung („kleines Schlaflabor“).
Sie wird meist zuhause durchgeführt.
Was wird gemessen?
Typischerweise:
- Atemfluss an Nase/Mund
- Atembewegungen von Brustkorb und Bauch
- Sauerstoffsättigung
- Herzfrequenz
- Schnarchgeräusche
- Körperlage
Damit kann man erkennen:
- ob Atempausen auftreten,
- wie häufig sie sind,
- und wie stark die Sauerstoffabfälle ausfallen.
Wofür eignet sich die Polygraphie?
Vor allem zum Screening bei Verdacht auf Schlafapnoe:
- lautes Schnarchen
- Tagesmüdigkeit
- morgendliche Kopfschmerzen
- Bluthochdruck
- Übergewicht
- Vorhofflimmern
Die Untersuchung ist relativ einfach und kostengünstig.
Grenzen der Polygraphie
Sie misst den Schlaf selbst nicht exakt:
- keine Hirnströme
- keine Schlafstadien
- keine genaue Schlafdauer
Deshalb kann sie komplizierte Schlafstörungen nur eingeschränkt beurteilen.
Was ist eine Polysomnographie?
Die Polysomnographie ist die vollständige Untersuchung im Schlaflabor („großes Schlaflabor“).
Sie ist deutlich umfangreicher als die Polygraphie.
Zusätzlich gemessene Parameter
Neben den Atemparametern auch:
- EEG (Hirnströme)
- Augenbewegungen
- Muskelaktivität
- Schlafstadien
- Beinbewegungen
- Herzrhythmus
Dadurch kann man:
- Schlafqualität exakt beurteilen,
- Schlafstadien analysieren,
- verschiedene Schlafstörungen unterscheiden,
- und die genaue Schwere der Schlafapnoe bestimmen.
Wann macht man eine Polysomnographie?
Zum Beispiel:
- wenn die Polygraphie unklar ist,
- bei komplizierten Fällen,
- bei Verdacht auf zentrale Schlafapnoe,
- bei neurologischen Erkrankungen,
- vor Einleitung einer CPAP-Therapie in speziellen Fällen,
- oder bei anderen Schlafstörungen wie Narkolepsie oder Parasomnien.
Wie wird Schlafapnoe behandelt?
Je nach Ursache und Schwere:
- Gewichtsreduktion
- Vermeidung von Alkohol am Abend
- Seitenlagerung
- Unterkieferprotrusionsschiene
- CPAP-Maske (Überdrucktherapie)
- selten operative Verfahren
Die CPAP-Therapie ist bei mittelgradiger bis schwerer Schlafapnoe oft sehr wirksam und kann:
und Herz-Kreislauf-Risiken reduzieren.
Müdigkeit verbessern,
Blutdruck senken,
jpo