Herzgesunde Ernährung: #707 Kirsch-Mandel-Muffins mit Olivenöl
Backen mit Olivenöl statt Butter hat sowohl ernährungsphysiologische als auch praktische Vor- und Nachteile.
Vorteile von Olivenöl
1. Günstigere Fettsäurezusammensetzung
Olivenöl enthält überwiegend einfach ungesättigte Fettsäuren (vor allem Ölsäure), während Butter reich an gesättigten Fettsäuren ist.
- Senkung des LDL-Cholesterins möglich
- Günstiger für die Herz-Kreislauf-Gesundheit
- Bestandteil der mediterranen Ernährung
2. Weniger Cholesterin
Butter enthält Cholesterin, Olivenöl als pflanzliches Produkt nicht.
3. Saftigere Backwaren
Kuchen und Muffins mit Olivenöl bleiben oft länger feucht und frisch, da Öl bei Raumtemperatur flüssig bleibt.
Besonders geeignet für:
- Muffins
- Rührkuchen
- Obstkuchen
- Zitronenkuchen
- Karottenkuchen
4. Einfache Verarbeitung
Öl muss nicht weich werden und lässt sich sofort in den Teig einarbeiten.
Nachteile von Olivenöl
1. Eigengeschmack
Vor allem natives Olivenöl extra besitzt ein charakteristisches Aroma.
Das kann:
- bei Zitronen-, Orangen-, Mandel- oder Schokoladenkuchen sehr angenehm sein,
- bei feinen Vanille-, Butter- oder Sahnegebäcken jedoch stören.
Für neutrales Backen eignet sich oft ein mildes Olivenöl besser als ein intensiv fruchtiges.
2. Andere Teigstruktur
Butter enthält etwa 15–18 % Wasser und ist fest. Dadurch entstehen andere Teigeigenschaften.
Bei:
- Mürbeteig,
- Blätterteig,
- Croissants,
- Spritzgebäck
ist Butter praktisch unersetzlich, weil ihre feste Konsistenz für die gewünschte Struktur sorgt.
3. Weniger Butteraroma
Der typische Geschmack von Sandkuchen, Butterkuchen oder Madeleines geht verloren.
Umrechnung Butter ↔ Olivenöl
Da Butter etwa 80 % Fett enthält, benötigt man weniger Öl:
- 100 g Butter ≈ 80 ml Olivenöl
- 125 g Butter ≈ 100 ml Olivenöl
- 250 g Butter ≈ 200 ml Olivenöl
Für herzgesunde Backwaren ist Olivenöl daher meist die günstigere Wahl, insbesondere bei Rührteigen, Muffins und Obstkuchen.
Zutaten (für ca. 20–24 Muffins)
- 300 g Mehl
- 200 g brauner Zucker
- 1 Prise gemahlene Vanille
- 5 Eier
- 1 Päckchen Backpulver
- 200 g gemahlene Mandeln
- 220 ml mildes Olivenöl
- 350 g Sauerkirschen (gut abgetropft)
- 50 g gehobelte Mandeln
- etwas Olivenöl zum Einfetten der Form
- Puderzucker zum Bestäuben (optional)
Zubereitung
- Den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Muffinform oder die Muffinförmchen leicht mit Olivenöl einfetten.
- Mehl, Backpulver und gemahlene Mandeln in einer Schüssel vermischen. In einer zweiten Schüssel Eier, braunen Zucker, Vanille und Olivenöl zu einer glatten Masse verrühren.
- Die trockenen Zutaten zur Eiermasse geben und zu einem gleichmäßigen Rührteig verarbeiten.
- Den Teig mit einem Esslöffel in die Muffinförmchen füllen. Die Förmchen sollten höchstens zur Hälfte bis zwei Dritteln gefüllt sein.
- Die gut abgetropften Sauerkirschen auf dem Teig verteilen und leicht eindrücken. Anschließend mit den gehobelten Mandeln bestreuen.
- Die Muffins auf mittlerer Schiene etwa 25–30 Minuten backen, bis sie goldbraun sind. Mit der Stäbchenprobe prüfen, ob sie durchgebacken sind.
- Die Muffins einige Minuten in der Form abkühlen lassen, anschließend herausnehmen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
- Nach Belieben vor dem Servieren mit etwas Puderzucker bestäuben.
Tipp
Ein mild-fruchtiges Olivenöl verleiht den Muffins eine besonders saftige Konsistenz und harmoniert hervorragend mit den Mandeln und den leicht säuerlichen Kirschen. Am besten schmecken die Muffins frisch gebacken, sie bleiben jedoch auch am nächsten Tag noch wunderbar saftig.


Guten Appetit!
jpo