Duplexsonographie der Halsschlagadern (Duplex der Carotiden)
Die Duplexsonographie der Halsgefäße (genauer: der hirnversorgenden Arterien wie Halsschlagadern/Carotiden) ist in der Kardiologie und Gefäßmedizin ein wichtiges Untersuchungsverfahren zur Beurteilung von Arteriosklerose und Durchblutungsstörungen.
Dabei kombiniert die Untersuchung:
- Ultraschallbild (B-Bild) → Darstellung der Gefäßwand und möglicher Plaques
- Doppler-/Farbdopplerverfahren → Messung der Blutflussgeschwindigkeit und Darstellung von Verengungen
Typische Fragestellungen sind:
Nachweis von Verengungen der Halsschlagadern
Man sucht insbesondere nach:
- Arteriosklerose („Gefäßverkalkung“)
- Plaques
- hochgradigen Stenosen der Carotiden
Das ist wichtig, weil solche Veränderungen das Risiko für:
- Schlaganfall
- transitorische ischämische Attacken (TIA)
- Gefäßverschlüsse
erhöhen können.
Schlaganfall-Risikobeurteilung
Die Untersuchung wird häufig durchgeführt bei:
- Patienten mit Schlaganfall oder TIA
- Schwindel oder neurologischen Symptomen
- bekannten Gefäßerkrankungen
- hohem kardiovaskulärem Risiko
z. B. bei:
- Bluthochdruck
- Diabetes
- Rauchen
- erhöhtem Cholesterin
- koronarer Herzkrankheit
Verlaufskontrolle
Bei bereits bekannten Gefäßverengungen kontrolliert man:
- Fortschreiten der Erkrankung
- Stabilität von Plaques
- Erfolg einer Therapie
Vor Herz- oder Gefäßoperationen
Vor bestimmten Eingriffen, etwa:
- Bypassoperationen
- Herzklappenoperationen
- größeren Gefäßoperationen
wird oft geprüft, ob relevante Carotisstenosen vorliegen.
Warum macht das oft der Kardiologe?
Arteriosklerose betrifft meist nicht nur ein einzelnes Gefäßgebiet. Wer eine koronare Herzerkrankung hat, hat häufig auch Veränderungen:
- der Halsgefäße,
- der Beinarterien oder
- der Aorta.
Die Duplexsonographie hilft also, das gesamte Gefäßrisiko besser einzuschätzen.
Die Untersuchung selbst ist:
- schmerzfrei,
- ohne Strahlenbelastung,
- nicht invasiv
- und dauert meist etwa 15–30 Minuten.
jpo