Terminvergabe: 02161 5 670 670 Herzinsuffizienz-Hotline: 0175 3337310

Albertuszentrum

Sport bei Herzerkrankungen

Ja — bei vielen Herzerkrankungen ist körperliche Aktivität heute ausdrücklich erwünscht und medizinisch sinnvoll. Früher wurden Herzpatienten oft geschont, heute weiß man, dass gezielt dosierter Sport die Prognose deutlich verbessern kann.

Allerdings muss die Belastung an die jeweilige Erkrankung angepasst werden.

Warum ist Bewegung wichtig?

Regelmäßige körperliche Aktivität kann:

  • Blutdruck senken
  • die Herzleistung verbessern
  • die Gefäßfunktion verbessern
  • Gewicht reduzieren
  • Blutzucker verbessern
  • Stress reduzieren
  • die Belastbarkeit steigern
  • das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall senken

Außerdem verbessert Bewegung oft:

  • Lebensqualität
  • Schlaf
  • Stimmung
  • Leistungsfähigkeit im Alltag

Bei welchen Herzerkrankungen ist Sport sinnvoll?

Koronare Herzkrankheit

Koronare Herzkrankheit

Regelmäßiges Ausdauertraining verbessert:

  • Belastbarkeit
  • Durchblutung
  • Gefäßfunktion

Nach Herzinfarkt gehört Bewegung heute zur Standardtherapie.

Herzinsuffizienz

Herzinsuffizienz

Früher wurde Schonung empfohlen — heute weiß man:

kontrolliertes Training verbessert oft:

  • Belastbarkeit
  • Muskelkraft
  • Lebensqualität

Bluthochdruck

Arterielle Hypertonie

Ausdauertraining kann den Blutdruck deutlich senken.

Vorhofflimmern

Vorhofflimmern

Moderate Bewegung wirkt oft günstig. Extreme Ausdauerbelastungen können bei manchen Patienten jedoch Rhythmusstörungen fördern.

Welche Sportarten sind günstig?

Besonders empfohlen werden meist:

  • Gehen
  • Nordic Walking
  • Radfahren
  • Schwimmen
  • leichtes Joggen
  • Ergometertraining
  • moderates Krafttraining

Was ist weniger geeignet?

Je nach Erkrankung problematisch:

  • extremes Krafttraining
  • Hochleistungssport
  • plötzliche Maximalbelastungen
  • intensiver Wettkampfsport

Bedeutung der Herzsportgruppen

In Deutschland haben Herzsportgruppen einen hohen Stellenwert.

Dort trainieren Patienten:

  • medizinisch überwacht
  • individuell angepasst
  • unter Anleitung

Das ist besonders sinnvoll:

  • nach Herzinfarkt
  • bei Herzinsuffizienz
  • nach Herzoperationen

Wann muss man vorsichtig sein?

Sport sollte zunächst ärztlich abgeklärt werden bei:

  • Brustschmerzen
  • Luftnot
  • Schwindel
  • Ohnmachtsanfällen
  • schweren Herzklappenfehlern
  • akuten Entzündungen des Herzens
  • instabiler Angina pectoris

Vor Trainingsbeginn sinnvoll

Oft hilfreich:

  • Belastungs-EKG
  • Echokardiographie
  • Blutdruckkontrolle
  • individuelle Trainingsberatung

Fazit

Körperliche Aktivität ist bei vielen Herzerkrankungen ein wichtiger Bestandteil der Therapie. Richtig dosierter Sport verbessert häufig Prognose, Belastbarkeit und Lebensqualität deutlich. Entscheidend ist eine individuelle Anpassung an die jeweilige Herzerkrankung und die körperliche Leistungsfähigkeit.