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Albertuszentrum

Kardiale Magnetresonanztomographie (Cardio-MRT)

Die kardiale Magnetresonanztomographie (kardiale MRT, Herz-MRT oder Cardio-MRT) ist eine sehr genaue bildgebende Untersuchung des Herzens mithilfe eines starken Magnetfelds und Radiowellen.

Sie ermöglicht:

  • die Darstellung der Herzmuskulatur,
  • der Pumpfunktion,
  • der Herzklappen,
  • der Durchblutung
  • und von Narben oder Entzündungen des Herzens.

Im Gegensatz zum Cardio-CT arbeitet die Untersuchung normalerweise ohne Röntgenstrahlung.

Was kann man mit einer kardialen MRT erkennen?

Herzmuskelentzündungen

Zum Beispiel:

  • Myokarditis

Die MRT kann Entzündungen und Gewebeschäden oft sehr gut sichtbar machen.

Narben nach Herzinfarkt

Zum Beispiel bei:

  • Myocardial Infarction

Man kann:

  • Größe,
  • Lage
  • und Ausmaß von Herzmuskelschäden beurteilen.

Durchblutungsstörungen

Unter Belastung (Stress-MRT) erkennt man:

  • relevante Engstellen der Herzkranzgefäße,
  • Mangeldurchblutung des Herzmuskels.

Herzschwäche

Zum Beispiel:

  • Heart Failure

Die Untersuchung zeigt:

  • Pumpfunktion,
  • Herzgröße,
  • Wandbewegungen.

Erkrankungen des Herzmuskels

Zum Beispiel:

  • hypertrophe Kardiomyopathie,
  • dilatative Kardiomyopathie,
  • infiltrative Erkrankungen wie Amyloidose.

Herzklappenfehler

Flussmessungen erlauben die Beurteilung von:

  • Undichtigkeiten,
  • Verengungen,
  • Shunts.

Wie läuft die Untersuchung ab?

1. Vorbereitung

  • Metallgegenstände müssen abgelegt werden.
  • Man prüft Implantate wie Herzschrittmacher oder Defibrillatoren.
  • Häufig wird ein venöser Zugang gelegt.

2. Lagerung im MRT

Der Patient liegt auf einer Liege, die in die MRT-Röhre fährt.

3. EKG-Überwachung

Das Herz wird während der Untersuchung elektrisch überwacht, damit die Bildaufnahme mit dem Herzschlag synchronisiert werden kann.

4. Atemkommandos

Mehrfach muss man:

  • kurz die Luft anhalten,
  • ruhig liegen.

5. Kontrastmittel

Häufig wird Gadolinium-haltiges Kontrastmittel gegeben:

  • zur Narbendarstellung,
  • Entzündungsdiagnostik,
  • Durchblutungsanalyse.

Die Untersuchung dauert meist 30–60 Minuten.

Stress-MRT

Bei einer pharmakologischen Stressuntersuchung werden Medikamente gegeben, die:

  • die Herzarbeit steigern
    oder
  • die Herzkranzgefäße erweitern.

Damit kann man Durchblutungsstörungen erkennen, ähnlich wie bei einer Belastungsuntersuchung.

Vorteile der kardialen MRT

  • keine Röntgenstrahlung,
  • sehr hohe Bildqualität,
  • exzellente Gewebecharakterisierung,
  • genaue Funktionsanalyse.

Nachteile / Einschränkungen

  • relativ lange Untersuchung,
  • enge Röhre (Platzangst möglich),
  • nicht jedes Implantat MRT-tauglich,
  • bei bestimmten Herzrhythmusstörungen schwieriger,
  • aufwendiger und teurer als Echokardiographie.

Die kardiale MRT gehört heute zu den wichtigsten Spezialu