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Albertuszentrum

Ereignisrekorder

Ein Ereignisrekorder ist ein spezielles Gerät zur Aufzeichnung von Herzrhythmusstörungen, die nur gelegentlich auftreten und deshalb im normalen EKG oder im 24-Stunden-Langzeit-EKG oft nicht erfasst werden.

Er gehört zur erweiterten Rhythmusdiagnostik in der Kardiologie.

Wofür benötigt man einen Ereignisrekorder?

Ereignisrekorder werden eingesetzt bei:

  • Herzstolpern
  • anfallsartigem Herzrasen
  • Schwindel
  • Ohnmachtsanfällen (Synkopen)
  • Verdacht auf Vorhofflimmern
  • unklaren Herzrhythmusstörungen

Besonders hilfreich sind sie, wenn die Beschwerden:

  • selten auftreten
  • nur wenige Sekunden oder Minuten dauern
  • unregelmäßig vorkommen
  • Wie funktioniert ein Ereignisrekorder?

Das Gerät zeichnet den Herzrhythmus nur dann auf, wenn:

  • der Patient Beschwerden verspürt und das Gerät aktiviert
    oder
  • automatisch eine Rhythmusstörung erkannt wird.

Dadurch kann man die Herzaktivität genau während der Symptome analysieren.

Welche Arten gibt es?

Externe Ereignisrekorder

Kleine tragbare Geräte mit Elektroden auf der Haut.

Sie werden über Tage bis Wochen getragen.

Implantierbare Ereignisrekorder (Loop-Recorder)

Sehr kleine Geräte, die unter die Haut eingesetzt werden.

Sie können den Herzrhythmus über Monate bis Jahre überwachen.

Besonders sinnvoll bei:

  • seltenen Synkopen
  • Verdacht auf intermittierendes Vorhofflimmern
  • ungeklärtem Schlaganfall

Was kann man damit erkennen?

Mit Ereignisrekordern lassen sich unter anderem nachweisen:

  • Vorhofflimmern
  • Bradykardien (zu langsamer Puls)
  • Tachykardien (zu schneller Puls)
  • Pausen des Herzrhythmus
  • supraventrikuläre Tachykardien
  • ventrikuläre Rhythmusstörungen

Bedeutung in der modernen Kardiologie

Ereignisrekorder haben die Diagnostik intermittierender Herzrhythmusstörungen deutlich verbessert. Gerade bei seltenen Beschwerden ermöglichen sie oft erstmals eine sichere Zuordnung zwischen Symptomen und Herzrhythmus. Dadurch können gezielte Therapien wie Medikamente, Ablationen oder Schrittmacherimplantationen geplant werden.