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Albertuszentrum

Herzgesunde Ernährung: #741 Matjes

Matjes sind ausgesprochen gesund. Es handelt sich um junge Heringe, die gefangen werden, bevor sie geschlechtsreif sind. Dadurch besitzen sie einen höheren Fettgehalt und sind besonders zart.

Zu den gesundheitlichen Vorteilen gehören:

  • Reich an Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA): unterstützen Herz und Gefäße, wirken entzündungshemmend und sind wichtig für das Gehirn.
  • Hochwertiges Eiweiß: etwa 18–20 g pro 100 g.
  • Vitamin D: besonders wertvoll, da viele Menschen in Deutschland eher niedrige Vitamin-D-Spiegel haben.
  • Vitamin B12: wichtig für Blutbildung und Nervensystem.
  • Selen und Jod: unterstützen Schilddrüse und Immunsystem.

Ein Nachteil ist der relativ hohe Salzgehalt, da Matjes in Salzlake reifen. Menschen mit ausgeprägter Hypertonie oder einer strengen Kochsalzrestriktion sollten daher nicht zu große Mengen essen.

Wann isst man Matjes am besten?

Die traditionelle Matjessaison beginnt Ende Mai oder Anfang Juni, wenn der neue Matjes verfügbar wird. Die Hauptsaison reicht etwa bis Juli. Dank Kühlung und Tiefkühlung ist Matjes heute allerdings das ganze Jahr über erhältlich.

Wo kommen Matjes her?

Der klassische Matjes stammt aus Heringen der Nordsee und des Nordostatlantiks, unter anderem:

  • Niederlande
  • Dänemark
  • Norwegen
  • Schottland
  • Island

Die eigentliche Matjesreifung erfolgt traditionell besonders in den Niederlanden, weshalb der niederländische Matjes weltweit einen hervorragenden Ruf genießt. Heute wird aber auch in Deutschland hochwertiger Matjes hergestellt.

Wie genießt man ihn am gesündesten?

  • mit Pellkartoffeln,
  • Zwiebeln und Apfel,
  • einem Salat oder Gurkensalat,
  • dazu etwas Olivenöl
  • oder mit Rezept #739

Weniger günstig sind große Mengen Sahnesauce oder Mayonnaise, da diese den Kaloriengehalt deutlich erhöhen.

Aus ernährungsmedizinischer Sicht ist Matjes ein hervorragendes Lebensmittel und kann – trotz seines Fettgehalts – ein- bis zweimal pro Woche gut in eine herzgesunde mediterrane Ernährung integriert werden. Gerade die Omega-3-Fettsäuren machen ihn zu einem der wertvollsten heimischen Speisefische.

Guten Appetit!

jpo