Transösophageale Echokardiographie (TEE)
Die transösophageale Echokardiographie (TEE) — auch „Schluckecho“ genannt — ist eine spezielle Ultraschalluntersuchung des Herzens, bei der die Ultraschallsonde nicht von außen auf den Brustkorb gesetzt wird, sondern über die Speiseröhre eingeführt wird.
Da die Speiseröhre direkt hinter dem Herzen liegt, erhält man dadurch besonders hochauflösende Bilder vieler Herzstrukturen.
Warum macht man ein TEE?
Die Untersuchung wird eingesetzt, wenn die normale Echokardiographie über den Brustkorb keine ausreichenden Bilder liefert oder wenn sehr genaue Darstellungen nötig sind.
Häufige Gründe sind:
- Suche nach Blutgerinnseln im linken Vorhof bei Vorhofflimmern
- Kontrolle vor einer elektrischen Kardioversion
- Beurteilung der Herzklappen
- Verdacht auf Herzklappenentzündung (Endokarditis)
- Untersuchung künstlicher Herzklappen
- Suche nach einem Loch in der Herzscheidewand
- Abklärung einer Emboliequelle nach Schlaganfall
- Kontrolle der Aorta
- Diagnostik von Thromben oder Tumoren im Herzen
Wie läuft die Untersuchung ab?
Vorbereitung
- Meist 4–6 Stunden nüchtern
- Zahnprothesen werden entfernt
- Aufklärung über Risiken und Sedierung
Durchführung
Der Rachen wird örtlich betäubt.
Oft erhält der Patient zusätzlich ein Beruhigungsmittel oder eine leichte Sedierung.
Anschließend wird eine dünne Ultraschallsonde vorsichtig durch den Mund in die Speiseröhre eingeführt.
Dort entstehen hochauflösende Ultraschallbilder des Herzens.
Die Untersuchung dauert meist etwa 10–20 Minuten.