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Albertuszentrum

Ambulante Blutdruckmessung (ABDM)

Die ambulante 24-Stunden-Blutdruckmessung (Langzeit-Blutdruckmessung, ABDM) hat in der Kardiologie einen sehr hohen diagnostischen Stellenwert. Sie liefert deutlich mehr Informationen als eine einzelne Blutdruckmessung in der Praxis.

Warum ist die ambulante Blutdruckmessung so wichtig?

Sicherere Diagnose eines Bluthochdrucks

Ein einzelner Praxiswert ist oft unzuverlässig, weil:

  • Aufregung den Blutdruck erhöhen kann
  • der Blutdruck im Tagesverlauf stark schwankt

Die 24-h-Messung zeigt den tatsächlichen Blutdruck im Alltag.

Erkennung der „Weißkittelhypertonie“

Manche Patienten haben:

  • hohe Werte in der Praxis,
  • aber normale Werte zuhause.

Dann besteht oft keine echte dauerhafte Hypertonie.

Erkennung einer maskierten Hypertonie

Umgekehrt gibt es Patienten mit:

  • normalen Praxiswerten,
  • aber erhöhtem Alltagsblutdruck.

Das ist gefährlich, weil diese Form häufig unentdeckt bleibt.

Nachtblutdruck beurteilen

Besonders wertvoll ist die nächtliche Messung.

Normalerweise sinkt der Blutdruck nachts um etwa 10–20 % („Dipping“).

Fehlt diese Absenkung („Non-Dipper“) oder steigt der Blutdruck nachts sogar an, kann das auf:

  • erhöhtes Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko,
  • Schlafapnoe,
  • Nierenerkrankungen,
  • Herzinsuffizienz

hinweisen.

Therapiekontrolle

Die Untersuchung zeigt:

  • ob Medikamente ausreichend wirken,
  • wie lange sie wirken,
  • ob morgendliche Blutdruckspitzen auftreten,
  • ob der Blutdruck nachts zu stark absinkt.

Risikoabschätzung

Die 24-h-Messung korreliert besser mit Organschäden als einzelne Praxiswerte:

  • Herzvergrößerung
  • Schlaganfallrisiko
  • Gefäßschäden
  • Nierenschäden

Wie wird die Untersuchung durchgeführt?

Der Patient erhält:

  • eine Blutdruckmanschette am Oberarm
  • und ein kleines tragbares Messgerät am Gürtel oder Schultergurt.

Das Gerät misst automatisch:

  • tagsüber meist alle 15–30 Minuten,
  • nachts alle 30–60 Minuten.

Die Untersuchung dauert in der Regel:

  • 24 Stunden.

Der Patient soll:

  • seinen normalen Alltag durchführen,
  • Belastungen und Beschwerden notieren,
  • den Arm während der Messung ruhig halten.

Was wird ausgewertet?

Beurteilt werden:

  • durchschnittlicher Tagesblutdruck
  • durchschnittlicher Nachtblutdruck
  • 24-h-Mittelwert
  • Blutdruckschwankungen
  • nächtliche Absenkung
  • morgendlicher Blutdruckanstieg

Typische Grenzwerte

Die Grenzwerte sind etwas niedriger als in der Praxis:

  • 24-h-Mittel: etwa ≥ 130/80 mmHg auffällig
  • Tagesmittel: etwa ≥ 135/85 mmHg
  • Nachtmittel: etwa ≥ 120/70 mmHg

Nachteile

Die Untersuchung ist:

aber insgesamt sehr aussagekräftig und risikoarm.n, die während der Aufzeichnung auftreten. Deshalb sind bei seltenen Symptomen längere Monitoring-Verfahren oft sinnvoller.

etwas störend nachts,

gelegentlich schlafbeeinträchtigend,

jpo