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Albertuszentrum

Angina pectoris

Angina pectoris bedeutet wörtlich „Brustenge“ und beschreibt Beschwerden, die entstehen, wenn der Herzmuskel vorübergehend zu wenig Sauerstoff bekommt. Ursache ist meist eine Verengung der Herzkranzgefäße durch Arteriosklerose („Gefäßverkalkung“).

Typische Beschwerden sind:

  • Druck, Enge oder Brennen hinter dem Brustbein
  • Schmerzen, die in linken Arm, Schulter, Rücken, Hals oder Kiefer ausstrahlen können
  • Luftnot
  • manchmal Übelkeit oder kalter Schweiß

Die Beschwerden treten oft bei:

  • körperlicher Belastung,
  • Stress,
  • Kälte,
  • oder nach dem Essen auf

und bessern sich meist in Ruhe oder nach Nitroglycerin.

Man unterscheidet:

  • Stabile Angina pectoris
    Beschwerden treten vorhersehbar bei Belastung auf und verschwinden wieder rasch.
  • Instabile Angina pectoris
    Beschwerden werden stärker, häufiger oder treten schon in Ruhe auf. Das ist ein Notfall, weil ein Herzinfarkt drohen kann.

Die Angina pectoris selbst ist noch kein Herzinfarkt. Beim Herzinfarkt stirbt Herzmuskelgewebe ab, weil ein Gefäß meist komplett verschlossen ist. Die Beschwerden können sich allerdings ähneln.

Zur Diagnose werden je nach Situation eingesetzt:

  • Ruhe-EKG
  • Belastungs-EKG
  • Herzultraschall
  • Cardio-CT
  • Stress-MRT oder Stress-Echokardiographie
  • Herzkatheteruntersuchung

Die Behandlung umfasst:

  • Lebensstiländerungen (Rauchstopp, Bewegung, Ernährung)
  • Medikamente (z. B. Nitrat, Betablocker, Statine, ASS)
  • bei stärkeren Engstellen ggf. Stent oder Bypass-Operation

Alarmzeichen sind:

  • Beschwerden in Ruhe,
  • länger als 10–15 Minuten anhaltende Schmerzen,
  • kalter Schweiß,
  • starke Luftnot,
  • oder neue/heftige Brustschmerzen.

Dann sollte sofort der Rettungsdienst verständigt werden.

jpo